Architekturwettbewerb als Entscheidungsgrundlage für ein neues Theater

Ein Theaterneubau ist ein Jahrhundertbauwerk, an das hohe bauliche, funktionale und ästhetische Ansprüche gestellt werden sollten. Daher muss dem Bürgervotum ein Architekturwettbewerb voraus gehen. Der Architekturwettbewerb ist das geeignete Mittel, um hinsichtlich der Funktion, Ökonomie und Ästhetik die beste Lösung für ein neues Theater zu finden. In der engeren Auswahl für denTheaterneubau in Rostock sind drei Standorte.. Ida Schillen präferiert den Rosengarten. Das neue Theater würde den Ort als kulturelles Zentrum der Stadt hervorheben. Dort ist bereits mit dem Umbau der neuen Musikschule, den Ida Schillen als vormalige Senatorin auf den Weg gebracht hat, eine bedeutende Weiche für ein Kulturzentrum am Rosengarten gelegt worden. WEITERLESEN » » »

Bekenntnis zur Baukultur der Moderne

Leider werden immer wieder bauhistorisch bedeutende Gebäude verunstaltet oder verfallen lassen. Auf zwei aktuelle Beispiele möchte ich hinweisen: die Hyparschale von Ulrich Müther in Magdeburg und die HfG Ulm.


Hyparschale in Magdeburg von Ulrich Müther WEITERLESEN » » »

Die Langeweile der preußischen Geraden

Ida Schillen

Die Langeweile der preußischen Geraden
Hauptstädtischer Ordnungswahn versus Ökologie und Multi-Kultur

erschienen in ANDERE ZEITEN 1997
http://www.andere-zeiten.de/Archiv/97-2/Schillen.htm

Ende letzten Jahres trieb ihn die verklemmte Sehnsucht nach der Stadt des Königs zu einem großen Plan: dem Masterplan. Der in linkem Gewand daherkommende Berliner SPD-Stadtentwicklungssenator Strieder, der gerade mit der CDU regiert, kann zwar heute nicht mehr König, will aber zumindest Regierender Bürgermeister von Berlin werden. Sein Adjutant und Staatssekretär besorgte ihm die nötigen Haus- und Hofplaner – allesamt männlich und alle aus dem Westen. WEITERLESEN » » »

Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Im Jahr 1994 beteiligte ich mich mit einem kleinen Team am künstlerischen Wettbewerb „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“.

Modellfoto des Entwurfs für das Denkmal WEITERLESEN » » »

CEMYS

Der mühselige Weg einer kleinen Erfolgsgeschichte.
Ida Schillen, Berlin 1994

Was tun, wenn die Miete so hoch ist wie das Gehalt und es kein zweites Gehalt zum Leben gibt? In Córdoba, der zweitgrößten Stadt Argentiniens, fand sich nach dem Ende der Militärdiktatur 1983 eine Gruppe von ExilArgentinierinnen zusammen, um eine gemeinsame politische und ökonomische Perspektive aufzubauen. WEITERLESEN » » »

Elke Wisniewski

Elke Wisniewski – Nachruf und Erinnerung von C. v. L.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 05.05.2008)

„Mit Elke Wisniewski ist eine Stimme verstummt, die sich über Jahrzehnte für die Vollendung des Kulturforums nach Plänen des Philharmonie-Erbauers Hans Scharoun eingesetzt hat. Ihr Mann, der Architekt Edgar Wisniewski, einst Partner von Scharoun, hatte die Staatsbibliothek nach dessen Entwürfen gebaut, auch den Kammermusiksaal und das Musikinstrumentenmuseum. Er hätte auch das von Scharoun skizzierte „Gästehaus“ auf der jetzt öden Fläche zwischen Philharmonie und Nationalgalerie errichten wollen. Wenn Edgar Wisniewski hin und wieder der Kampfeswille verließ, gab ihm seine Frau Auftrieb, schrieb unermüdlich Politiker an, bohrte mit Leidenschaft nach. Nach dem Tod ihres Mannes vor einem Jahr schwand ihre Kraft. Elke Wisniewski ist nun mit 69 Jahren an den Folgen einer langen Krankheit gestorben.

Beide waren das Herz der Scharoun-Gesellschaft, ihr Mann wollte das „Vermächtnis“ des 1972 verstorbenen Architekten erfüllen, das Kulturforum an der Philharmonie zu vollenden. Mit einem terrassierten Gästehaus wollte er dem Kulturforum ein Zentrum schaffen. Elke Wisniewski sah im Senat immer wieder „negative Kräfte“ am Werk, die sich gegen Scharouns Planung stemmten. „Ein Lebenskampf“, sagte sie. Nun ist er auch für sie verloren.“

»Private« Stadtentwicklung ist gescheitert: Berlin braucht neue stadtökonomische Grundlagen

»Private« Stadtentwicklung ist gescheitert: Berlin braucht neue stadtökonomische Grundlagen

von Ida Schillen
erschienen in Mieterecho Nr. 272 – Januar/Februar/März 1999

Seit der Wende wird die Privatisierung der Berliner Stadtentwicklung in großem Maßstab betrieben. Dabei verhält sich der Senat als Verwalter des öffentlichen Eigentums keineswegs wie ein privatwirtschaftliches Unternehmen, in dem das Preis/ Leistungsverhältnis stimmen muß und die Kalkulation und Liquiditätsplanung vorausschauend auch für die nächsten Jahre erstellt wird. Er handelt in höchstem Maße fahrlässig und zum Nachteil der jetzigen Berliner Bevölkerung und zukünftiger Generationen. WEITERLESEN » » »