Vita

Kurzbiografie Ida Schillen

Dipl.Ing. Stadt- und Regionalplanung (Technische Universität Berlin)
MBA Finanzmanagement (Fernuni Hagen und University of Wales)
geboren am 22. April 1956 in Trier, eingetragene Lebensgemeinschaft
Kindheit und Besuch der Volksschule in Herforst/Eifel
1976 Abitur am Staatlichen Gymnasium Bitburg/Eifel
1977 bis 1983 Studium Dipl. Ing. Stadt- und Regionalplanung an der TU Berlin
1983 bis 1989 Sozialplanung und behutsame Stadterneuerung in Berlin Kreuzberg
1989 bis 1993 Leitungsreferentin der Senatorin für Frauen, Jugend und Familie Berlin
1993 bis 1995 erwerbslos, Vorbereitung auf die Kandidatur als Abgeordnete
1995 bis 1999 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin
1999 bis 2001 freiberufliche Tätigkeiten in der Bildungsarbeit
2001 bis 2008 Senatorin für Kultur, Schule und Sport in Rostock
2007 bis 2010 Studium MBA Finanzmanagement an der Fernuniversität Hagen

 

Politisches

1990 bis 1999 Mitglied Bündnis 90/Grüne
seit 2005 Mitglied PDS/DIE LINKE.
2008 – 2014 Mitglied im Bundesvorstand DIE LINKE
2010 – 2014 Mitglied im Bundesausschuss DIE LINKE
Rostocker Delegierte für den Bundesparteitag und Delegierte für den Landesparteitag

Mitgliedschaft in Vereinen, Genossenschaften und der Gewerkschaft:

  Stellvertretende Vorsitzende der VVN-BdA Mecklenburg-Vorpommern e.V., Vorsitzende der Basisorganisation Rostock

Mitglied in der Deutschen Friedensgesellschaft DFG-VK e.V.
Mitglied in der Leih- und Schenkungsgemeinschaft Peter-Weiss-Haus Rostock
Mitglied im Deutschen Alpenverein e.V. Sektion Rostock
Mitglied FOPA e.V. Feministische Organisation von Planerinnen und Architektinnen
Mitglied in der Genossenschaft WeiberWirtschaft eG – Gründerinnenzentrum

Kommentierter bebilderter Lebenslauf

Kindheit und Schule in der Eifel / Studium in Berlin

Am 22.4.1956 wurde ich in der Karl Marx Stadt Trier geboren und wuchs mit fünf Geschwistern in einem kleinen Dorf in der Eifel auf.Meiner Mutter und meiner engagierten Dorfschullehrerinverdanke ich, dass ich das Abitur im 20 km entfernten Bitburg machen konnte.

Seit Mitte der 70er Jahre nahm ich an linken politischen Demonstrationen teil, vor allem gegen den § 218. Zwischen Abitur und Studium arbeitete ich tagsüber in einer Etikettenfabrik und nachts in einer Diskothek, um mir den Umzug in die Universitätsstadt Berlin zu finanzieren.

1977 zog ich nach Berlin. Dort studierte ich Stadt- und Regionalplanung an der TU mit den Schwerpunkten Wirtschafts-, Gesellschafts- und Planungswissenschaften. Am Studium reizte mich der interdisziplinäre und damals noch von der StudentInnenbewegung kritisch geprägte Ansatz mit Praxisbezug und der Möglichkeit eines längeren Projektaufenthaltes auf den Kapverdischen Inseln/Westafrika (Stadtentwicklung Mindelo auf der Insel São Vicente).

Ida Schillen bei Fahrraddemo in Berlin

Parallel zum Studium arbeitete ich in politischen Gremien und der Berufungskommission der Universität. Politisch fühlte ich mich in der Berliner Frauenbewegung am wohlsten und nahm an zahlreichen feministischen Aktionen teil.
Über den § 218 bin ich zur Feministin geworden. Das Recht auf Selbstbestimmung, körperliche Unversehrtheit und ein diskriminierungsfreies Leben prägen meine feministischen Projekte seit den 70er Jahren.

Berufliche Tätigkeit: Behutsame Stadterneuerung in Berlin Kreuzberg, Sozialplanerin und Mieterberaterin – Frauenprojekte.

Bei der Fassadenbemalung der Schokofabrik

In den 80er Jahren habe ich das erste Frauenstadtteilzentrum Berlins in einer ehemaligen Schokoladenfabrikmit aufgebaut, die Baukoordination übernommen sowie die Ausstellung Gegen Gewalt gegen Frauen und den namensgleichen ersten großen Frauenkongress im Berliner Reichstag mit organisiert.

Vorstand FOPA Berlin e.V. auf einem Kreuzberger Dachboden

Ich bin seit den Anfängen aktiv in der Feministischen Organisation von Planerinnen und Architektinnen Berlin (FOPA e.V.), bin im Vorstand, war mehrere Jahre in der Redaktion der Streitschrift FREIRÄUME und habe das Wohnungsbauprojekt für Frauen in Argentinien CEMYS mit realisiert.

Politisches Leben 1 – Rot-Grün in Berlin

Anfang 1989 begab ich mich in den Politstrudel der ersten rot-grünen Regierung in Berlin, die Ende desselben Jahres vom spektakulären Fall der Berliner Mauer überrascht wurde. Als politische Referentin der damaligen Senatorin für Frauen, Jugend und Familie war ich zusammen mit der Arbeitsrechtlerin Dagmar Schieck verantwortlich für die Durchsetzung des bis dahin fortschrittlichsten Landesantidiskriminierungsgesetzes. In der historischen Wendezeit musste dieses Gesetz durch zwei Regierungen und zwei Parlamente in West- und Ostberlin gebracht werden.
Nach dem Bruch der rot-grünen Koalition blieb ich bis Mitte 1993 als Planungsreferentin für soziale Infrastruktur in der Berliner Senatsverwaltung und war hier unter anderem für die Sicherung der Kinderbetreuungseinrichtungen im Ostteil der Stadt zuständig.

Politisches Leben 2 – Abgeordnetenhaus von Berlin

Von 1995 bis Ende 1999 war ich Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin. Als baupolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hatte ich mir zum Ziel gesetzt, die undurchsichtigen Machenschaften, Filz und Korruption des CDU-SPD Senats innerhalb der baulichen Großprojekte aufzudecken und die Verschwendung von Steuergeldern in diesem Bereich anzuprangern und eine alternative ökologische Nutzung einzufordern.

Künstlerische Protestaktion im „Trompetenwäldchen“ in Berlin Mitte

Als Stadtplanerin habe ich mich vehement gegen den innerstädtischen Masterplan des Senators Strieder gewandt, der damit drohte, die Stadt mit preußischen Straßenrastern zu überziehen, zusätzlich baulich zu verdichten und damit die jüngere Baugeschichte im Ostteil der Stadt samt ihrer BewohnerInnen zu verdrängen. Ich setzte mich dafür ein, daß die BewohnerInnen bleiben und nicht durch Investoren und Immobiliengesellschaften verdrängt werden dürfen.

Als baupolitische Sprecherin setzte ich mich unter anderem für das Projekt „Generationenübergreifendes Wohnen“ des Verein “ Offensives Altern e.V. ein.

Der Palast der Republik

Als baupolitische Sprecherin im Berliner Abgeordnetenhaus habe ich mich in den 90er Jahren gegen den geplanten Abriss des Palasts der Republik eingesetzt. Einen Abriss hielt ich für unnötig und respektlos gegenüber der DDR-Baukultur. Der Bau eines „historischen Stadtschlosses“ ist eine Geschichtsklitterung, die ich ablehne.

Um die Diskussion über den Abriss in positive Bahnen zu lenken und konstruktiv über eine mögliche sinnvolle Nutzung des leerstehenden Gebäudes zu diskutieren, organisierte ich eine Anhörung zum Thema „Leerstandsbeseitigung – Perspektiven für den Palast der Republik“ mit den folgenden Teilnehmer/innen:
Dr. Bruno Flierl, Dr. Simone Hain, Dr. Dorothea Tscheschner, Dr. Dietrich Mühlberg, Wolfgang Kil, Lukas Langhoff, Gabi Dolff-Bonekämper, Dr. Kerstin Dörhöfer, Dr. Claudia Lux, Dr. Bernd Henningsen.

Unsere Vorschläge zur Nutzung des Palastes konnten leider den Abriss nicht verhindern.

Kulturforum Berlin

Zusammen mit der Scharoun Gesellschaft und vor allem mit Elke Wisniewski setzte ich mich für die Vollendung des Berliner Kulturforums nach den Plänen der Architekten Scharoun und Edgar Wisniewski ein.

Leider gab der Berliner Senat der Entwicklung des Potsdamer Platzes den Vorrang und ignorierte die geistig-kulturelle Bedeutung des Kulturforums.

Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Modell des Wettbewerbsbeitrags

Im Jahr 1994 beteiligte ich mich mit einem kleinen Team (Cornelia Ernst – Architektin, Elisa Rodé, Yannick Monoury) am künstlerischen Wettbewerb „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“. Neben der Baupolitik war mein Schwerpunkt im Parlament die Stärkung der Minderheitenrechte. Als Berichterstatterin für Migrationsangelegenheiten im Petitionsausschuß des Abgeordnetenhauses kämpfte ich gegen die brutale Abschiebungspraxis des Berliner Senats und für humane Lebensbedingungen für InländerInnen ohne deutschen Paß.

Politisches Leben 3 – Crossover

Als Redakteurin von LiFo (Linkes Forum) und „Andere Zeiten“ beteiligte ich mich an der Crossover Diskussion (SPD, PDS, Grüne).
Im März 1999 zählte ich zu den Unterzeichnerinnen des Anti-Kriegs-Appells gegen die Beteiligung der Bundesrepublik Deutschland an dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien. Im Juni 1999 trat ich aus Protest gegen die Zustimmung von Bündnis 90 / Grüne zur Kriegsbeteiligung aus der grünen Partei aus.

 

Gegen den Krieg und die Militarisierung des öffentlichen Lebens in Berlin hielt ich Reden, veröffentlichte Artikel und nahm an Demonstrationen teil. Zu der Berliner Abgeordnetenhauswahl 1999 trat ich als parteilose Spitzenkandidatin für die Demokratische Linke (DL) an, einer Gruppierung ehemaliger Mitglieder von PDS, Grünen und SPD.

Von 1999 bis 2002 war ich Bundessprecherin des LSVD – Lesben- und Schwulenverband in Deutschland. Innerhalb des Verbandes war ich für das Thema Familienpolitik verantwortlich und habe mich für das neue Lebensgemeinschaftsgesetz eingesetzt. Anfang 2002 veröffentlichte ich im Auftrag des LSVD das „Familienbuch. Eine Aufklärung über negierte Familienrealitäten.“

Politisches Leben 4 – Senatorin in Rostock

Im Frühjahr 2001 wurde ich auf Vorschlag der PDS als zu dieser Zeit parteilose Kandidatin für sieben Jahre (bis 2008) zur Senatorin für Jugend, Kultur, Schule und Sport in der Hansestadt Rostock gewählt und wurde zuständig für Volkstheater und Norddeutsche Philharmonie, Konservatorium, Jugendkulturprojekte, freie Träger, Denkmalschutz, Sportförderung, Volkshochschule, Stadtbibliothek, Museen …

Meine Amtszeit fiel in die Zeit der Haushaltskonsolidierung und eines rigiden Sparkurses. Trotzdem konnte ich zusammen mit der PDS und gegen anfänglichen Widerstand der anderen Parteien im Rathaus einige wichtige Projekte durchsetzen, vor allem das Schul- und Sportstättensanierungsprogramm. Das Volkstheater Rostock konnte finanziell gestärkt und gegen ständige Spartenschließungs- und Privatisierungsabsichten verteidigt werden. Ein großes Anliegen ist mir die kulturelle Bildung sowie insbesondere auch die professionell ausgerichtete musikalische, künstlerische und sportliche Früherziehung der Kinder. In 2008 wurde der politische Weg für ein neues Musikschulzentrum in der Großen Stadtschule freigemacht. Die Förderung der Kultur- und Sportvereine konnte auf relativ hohem Niveau erhalten werden. Ich habe eine sehr preisgünstige Jahreskarte für die Neptun Schwimmhalle eingeführt, 100 Euro für Erwachsene, 50 Euro für Kinder. Menschen, die auf Hartz IV Leistungen angewiesen sind, können für zwei Euro Vorstellungen im Theater besuchen (inzwischen auf 4 EURO erhöht). Es ist mir gelungen, die Bürgerschaft von der Notwendigkeit des kostenfreien Museumseintritts für Alle zu überzeugen. Dadurch konnten die Besucherzahlen drastisch gesteigert werden.

In meiner Zuständigkeit für Kultur und Denkmalschutz setzte ich mich dafür ein, den Neubau des Theaters und die Sanierung der Kulturbauten zu forcieren sowie die städtebauliche Qualität der Hansestadt zu bewahren. Investoreninteressen müssen in Einklang gebracht werden mit der Identität der Stadt und nicht umgekehrt. Nur so ist eine langfristig positive Entwicklung möglich. Vor einigen Fehlentwicklungen wie dem Abriss des denkmalgeschützten Warnow-Hotels habe ich gewarnt, leider keinen Erfolg gehabt und muss nun feststellen, dass mir im Nachhinein viele Menschen recht geben und die bauliche Entwicklung im Umfeld des Kröpeliner Tores kritisieren.

Bis Ende 2004 war ich Erste Stellverteterin des Oberbürgermeisters. Als ich nach dem erzwungenen Rücktritt des damaligen SPD Oberbürgermeisters für kurze Zeit die Geschicke der Stadt lenken konnte, mich gegen den Ausverkauf der Stadt stellte, einen sozial- und kulturfreundlichen Haushaltsplan aufstellen und die Geschäftsführer der städtischen Gesellschaften und deren bis dato praktizierte Selbstbedienung stärker kontrollieren wollte, wurde ich von den Fraktionen der CDU, SPD, Bündnis 90 und FDP mit fadenscheinigen Argumenten als stellvertretende Oberbürgermeisterin abgewählt. (Dokumentation) Mit meinen damaligen Einschätzungen lag ich ziemlich richtig und es erfüllt mich mit gewisser Genugtuung, dass meine damaligen Gegnerinnen und Gegner sich zurückziehen mussten oder sich vor der Staatsanwaltschaft und Gerichten verantworten müssen, teilweise mit rechtskräftiger Verurteilung.

Die Ressourcen für die Daseinsvorsorge müssen in öffentlicher Hand sein und dürfen nicht privatisiert werden. Hierfür habe ich mich sowohl als Berliner Abgeordnete als auch als Rostocker Senatorin für Schule, Kultur und Sport eingesetzt. In Rostock konnte ich Privatisierungen während meiner Amtszeit verhindern.

Leider wurde kurz nach dem Ende meiner Amtszeit bereits die erste Privatisierung im Kulturbereich durchgeführt: die Kunsthalle wurde an einen Verein unter der Leitung des Zahnarztes Neumann vergeben. Die nächste Privatisierung folgte kurz danach: das Volkstheater Rostock wurde in eine GmbH umgewandelt.

Vielfältige Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge sind in Rostock bereits privatisiert worden, mit zweifelhaftem Erfolg, so ist beispielsweise das Wasser in privater Hand. Dementprechend werden in Rostock mit die höchsten Wasserpreise in Deutschland gezahlt.

Politisches Leben 5

Mitglied im Parteivorstand DIE LINKE von 2008 bis 2014.
Als Mitglied des Parteivorstands arbeitete ich in der AG Antiprivatisierung mit und organisierte Rekommunalisierungswerkstätten.

2011 bin ich als Direktkandidatin im Wahlkreis Rostock II Lütten Klein, Evershagen und Reutershagen für die Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern  am 4.9.2011 angetreten.  Leider hat es nicht für den Einzug in den Landtag gereicht, da das Direktmandat dem Trend entsprechend an die SPD gegangen ist. Wir konnten jedoch mit 30,3 Prozent der Erststimmen und 26,8 Prozent der Zweitstimmen das landesweit beste Wahlkreisergebnis für DIE LINKE erzielen. Im Durchschnitt hat die Partei 18,4 Prozent erreicht.

 

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Film über das Mietshaus-Syndikat

„Das ist unser Haus!“ from SEELAND Medienkooperative on Vimeo.

Räume aneignen mit dem Mietshäuser Syndikat.
Der Film „Das ist unser Haus!“ erläutert das solidarische Modell des Mietshäuser Syndikats (www.syndikat.org), mit dem sich auch finanzschwache Gruppen bezahlbare Räume in Gemeineigentum nachhhaltig sichern können.
„Das ist unser Haus!“ ist ein Film der Autoren und Produzenten Burkhard Grießenauer, Daniel Kunle und Holger Lauinger. Die Produktion wurde mit Hilfe des SEELAND Medienkooperative e.V. realisiert.

Griechenland und die „TROIKA“

Lesenswert zum Thema Griechenland: Artikel in ARBEIT&WIRTSCHAFT

Hier auch als pdf-Datei:

Arbeit&Wirtschaft – Bruch des EU-Vertrages

Brecht hat Recht

brecht

Position der Linksfraktion „TTIP – Freihandelsabkommen stoppen“

ttip

„Seit Mitte 2013 verhandeln EU und USA offiziell über ein Transatlantisches Freihandels- und Investitionsabkommen, das sogenannte TTIP. Insbesondere durch eine Angleichung von Normen und Standards soll der größte Handelsraum der Welt entstehen. Auf den Verhandlungstisch kommt alles: Finanzmarktregeln, Arbeitnehmerrechte, Umweltstandards und vieles mehr. Ganz grundsätzlich zielt das Abkommen darauf ab, Konzerne und Kapital gegenüber Bürgerinnen und Bürgern weiter zu bevorteilen. Die konkreten Inhalte werden jedoch geheim gehalten, um „den Verhandlungserfolg nicht zu gefährden“. DIE LINKE ist entschieden gegen diese Geheimverhandlungen – gerade bei einem so weitreichenden Abkommen.“

Zur Information hat die Fraktion eine lesenswerte Broschüre erstellt, die hier als Datei heruntergeladen und gelesen werden kann:

Broschüre der Bundestagsfraktion zum Download

In einigen Tagen wird die Broschüre in gedruckter Form zur Verfügung stehen und  kann dann bei der Fraktion angefordert werden.

Das sogenannte „Frei“handelsabkommen zwischen EU und USA ist unverhandelbar.

TTIP_unfairhandelbar_schriftmarke_web

Solidarische Leerstandsnutzung

Durch einen Hinweis in der Zeitschrift LUXEMBURG (Abo ist übrigens kostenlos!) wurde ich auf eine weitere Leerstandsnutzung aufmerksam: Das süditalienische Dorf RIACE hat seine leerstehenden Gebäude Flüchtlingen und Asylsuchenden zur Verfügung gestellt und diese willkommen geheißen. Die Folge: in das aussterbende Dorf ist wieder Leben eingekehrt.

Anstatt in Deutschland Gebäude leer stehen zu lassen oder mit Steuermitteln Wohnhäuser ab zu reißen, sollte man sich RIACE als Vorbild nehmen!

Ausschnitt aus einem Bild von Giovanna del Sarto aus der genannten Fotodokumentation

Siehe die Fotodokumentation von Giovanna del Sarto

Artikel in der ZEIT Flüchtlinge retten Riace vor dem Untergang / Die Flüchtlinge haben Riace zu wirtschaftlichem Aufschwung verholfen

3SAT:Das Dorf der Zukunft – Im kalabrischen Riace finden Flüchtlinge Heimat

ORF: Riace – das gallische Dorf in der EU 

Film von Wim Wenders bei YouTube

Video vom TVSette / RAI UNO

Kreative Leerstandsnutzung

http://www.haushalten.org/pix/haushalten_bg.gif

Die SeinImSchein Filmproduktion und der Verein Haushalten e.V. haben einen sehenswerten Film ins Internet gestellt, der Beispiele für die Nutzung von leerstehenden Gebäuden zeigt: als Wächterhäuser, die als Zwischennutzung Freiräume bieten für Kleingewerbe, Kunsthandwerk, Jugendliche, Kunst, Pflanzen, Mobile Hünerställe zum Ausleihen etc. und Ausbauhäuser, die Menschen die Möglichkeit geben, ihre Räume selbst auszubauen und zu renovieren und dafür langfristige Mietverträge zu sehr günstigen Konditionen erhalten.

Auch für die Hauseigentümer bieten diese Konzepte soviel Anreize, dass der Verein inzwischen diverse leerstehende Häuser vom Leerstand befreit und vor dem Abriss bewahrt hat.

Der Film http://vimeo.com/84391735

Logo des Vereins Haushalten e.V.

Der Verein Hauhalten e.V. – Sehr übersichtliche und transparente Website mit nützlichen Infos.

OHNE Amazon

ohne_amazon_banner_klein

Wer ein bißchen nachdenkt und Interesse daran hat, dass es auch weiterhin Buchhandlungen, kleine Verlage und unterschiedlichste Bücher gibt, der sollte OHNE Amazon auskommen! Wer aus Bequemlichkeit und ohne Nachzudenken bei Amazon bestellt, trägt damit zur Unterstützung von dessen Monopolstellung bei und belohnt dessen miese Arbeitsbedingungen und das quasi-erpresserische Geschäftsgebaren gegenüber Verlagen und Autor/innen.
Also besser OHNE Amazon!
Wie geht es? Kleine Anleitung: WEITERLESEN » » »

Eigentum und Daseinsvorsorge

Veranstaltung mit ROTFUCHS
Vortrag und Diskussion Eigentum und Daseinsvorsorge
09.01.2014 um 15.00 Uhr

Ida Schillen, Mitglied des Bundesvorstandes der Partei DIE LINKE,
spricht zum Thema: „Eigentum und Daseinsvorsorge“.
Veranstaltungsort: Mehrgenerationenhaus Rostock- Evershagen, Maxim-Gorki-Str. 52

Einladung zur LINKEN Kommunalwerkstatt in Bochum

Am Samstag, 25.1.2014 von 10.30 bis 17.30 Uhr
im Wahlkreisbüro von Sevim Dagdelen, Alleestr. 36, 44793 Bochum

Die Kommunalwerkstatt ist ein Angebot für politisch engagierte Menschen, die in der Kommunalpolitik aktiv sind oder es werden wollen, beispielsweise als Ratsmitglied oder sachkundige/r Bürger/in. Inhalt der Werkstatt ist es, auf der Grundlage des Erfurter Programms der LINKEN kommunalpolitische Ziele zu formulieren und in der lokalen Praxis um zu setzen.

Kommunalwerkstatt  Flyer zum Herunterladen

Aufruf zur Unterstützung des Filmprojekts „Wer rettet wen?“

Nein zum Syrienkrieg! Widerstand gegen die Kriegstreiberei!

syrien2

Finanzarchitektur

finanzarchitektur

jungewelt 25.7.2013 THEMA

Durch die neoliberale Stadtumstrukturierung werden immer neue Megabauten ­vorangetrieben. Milliarden Steuergelder fließen so unkontrolliert in private Taschen

Von Ida Schillen

Ab dem heutigen Donnerstag findet in Stuttgart das dritte europäische Forum gegen unnütze und aufgezwungene Großprojekte statt. Es wendet sich gegen Bauvorhaben, die direkt oder indirekt mit sehr viel öffentlichem Geld von privaten Konzernen realisiert werden. Es handelt sich um Projekte von erheblicher Tragweite, die in die Lebensumwelt von Menschen, von Flora und Fauna eingreifen. Mehr als 800 Aktivistinnen und Aktivisten aus unterschiedlichen Ländern werden in Stuttgart erwartet, um den Protest in Europa und anderswo zu koordinieren. Im Selbstverständnis des Forums geht es um die Rettung der Lebensgrundlagen in Natur und Gesellschaft. Thematisiert werden gesellschaftliche und politische Hintergründe und die zerstörerischen Mechanismen bei Großprojekten, die mit vorsätzlichen Täuschungen, mit medialer Irreführung und brachialen staatlichen Methoden wie Knüppel und Tränengas im Interesse der beteiligten Konzerne und Politiker durchgesetzt werden.

Die Initiativen widersetzen sich zum Beispiel dem Bau des Eisenbahntunnels im italienischen Susatal, wo 2011 das erste Forum stattfand. Sie wehren sich gegen die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Lyon und Turin, den Megaflughafen bei Nantes und den Tiefbahnhof »Stuttgart 21« (»S21«). Die brasilianische Protestbewegung kämpft gegen Großprojekte wie die Olympischen Spiele und den Belo-Monte-Staudamm, der der indigenen Bevölkerung im Regenwaldgebiet die Lebensgrundlage entzieht. Die Initiative zur Rettung von Hasankeyf, einer antiken Stadtfestung am Tigris, engagiert sich seit 2006 gegen den destruktiven Ilisu-Staudamm in der Südosttürkei. Die »Save Rosia Montana«-Kampagne kämpft schon zehn Jahren lang gegen das größte europäische Goldtagebauprojekt in Rumänien. Mehrere Workshops befassen sich mit dem weltweiten Ausstieg aus der Atomenergie und mit der Problematik von Großprojekten in der Energiewende. Es wird über das Bündnis der Taksim-Solidarität zum Erhalt des Gezi-Parks in Istanbul informiert und über andere Protestbewegungen gegen Megaeinkaufszentren, Tunnel, Brücken und Straßenbauvorhaben.

In Deutschland werden seit einiger Zeit drei städtische Großprojekte breit und kritisch in der Öffentlichkeit diskutiert: das Stuttgarter Bahnhofsprojekt »S21«, die Hamburger Elbphilharmonie und der Flughafen Berlin-Brandenburg BER.

Neoliberale Landmarken

Großprojekte sind wesentliche Merkmale einer neoliberalen Stadtpolitik, WEITERLESEN » » »

Die Abrißbirne ist keine gute Wahlkampfhilfe

junge Welt, 20.07.2013 / Inland / Seite 2

»Die Abrißbirne ist keine gute Wahlkampfhilfe«

Auseinandersetzung in der Linken um ein Einkaufszentrum in Duisburg, dem Wohnungen weichen sollen. Ein Gespräch mit Ida Schillen

Interview: Markus Bernhardt

Ida Schillen ist Stadt- und Regionalplanerin. Seit 2008 ist sie Mitglied im Bundesvorstand der Partei Die Linke

Sie gelten in Sachen Mieten- und Wohnungspolitik als Expertin der Linkspartei. In einem Thesenpapier bezeichnen Sie die »Versorgung mit preisgünstigem und gutem Wohnraum« als »Daseinsvorsorge«, die in die öffentliche Hand gehöre und »ohne Profitorientierung organisiert« werden muß. Finden Ihre Thesen Zuspruch in der Partei?

Ja, diese Thesen sind weitgehend auch in das aktuelle Bundestagswahlprogramm der Linken eingeflossen. Unser Ziel ist es, bezahlbaren Wohnraum für alle zu sichern. Deshalb fordern wir feste kommunale Mietobergrenzen und ein Erhöhungsverbot bei Mieterwechsel. Wir wollen die Zweckentfremdung von steuerlich und direkt subventionierten Mietwohnungen verbieten. Es darf nicht sein, daß dieser Wohnungsbestand künstlich verknappt wird, indem Mietwohnungen in Eigentums- oder Ferienwohnungen umgewandelt werden oder aus Spekulationsgründen leer stehen, während vor allem in Großstädten Menschen preiswerte Wohnungen suchen. Wir wollen, daß wieder eine öffentliche Wohnungsversorgung aufgebaut wird, indem die Kommunen in die Lage versetzt werden, eigene Bestände zu erwerben und selbst zu bewirtschaften, ohne daß die Gewinne in Kapitalgesellschaften versickern und der private Finanzmarkt bedient wird. WEITERLESEN » » »

WWW-Empfehlung: Goldgrund aus München gegen Leerstand und Abriss

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http://www.goldgrund.org/