»Die Wohnung ist nur noch Renditeobjekt«

Junge Welt, 5.10.2013

Gespräch. Mit Ida Schillen. Über linke Wohnungspolitik, Mietobergrenzen und politische Verfehlungen der früheren Berliner Landesregierung.

PDF-Datei jw-2013-01-05

Mieten runter. Gute Wohnungen für Alle.

Ida Schillen

Mieten runter. Gute Wohnungen für Alle.

Die Wohnungsfrage ist eine der zentralen sozialen Fragen der Zukunft. Mit ihr verbindet sich nicht nur die Frage eines Daches über dem Kopf, sondern auch der Zugang zu lebenswichtigen Ressourcen wie Trinkwasser und Energie sowie der gesamten örtlichen Infrastruktur. In Folge der aggressiven Liberalisierungspolitik der letzten Jahrzehnte werden nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa und weltweit die Kämpfe um menschenwürdige preiswerte Wohnungen, um den freien Zugang zu Wasser und Energie und andere lebenswichtige Güter zunehmen. Für DIE LINKE ist die Wohnungsfrage eng mit der Eigentumsfrage verknüpft. Wohnen ist Teil der Daseinsvorsorge und muss demzufolge öffentlich und ohne Profitstreben organisiert und garantiert werden. Das Recht auf menschenwürdiges Wohnen muss gesetzlich verankert werden. WEITERLESEN » » »

LINKE fordert Soforthilfe für Gartenfreunde


Kurzvideo (2 Minuten) Kartoffelernte in Warnemünde
Aufgrund der starken Regenfälle stehen seit Tagen mehrere Kleingartenanlagen unter Wasser, ohne dass die Stadt Hilfe anbietet. Die Ernte ist ruiniert und Hab und Gut in den Lauben sind zerstört. Versicherungen kommen für die Schäden nicht auf. Betroffen sind Hunderte von Gartenfreunden mit ihren Familien. WEITERLESEN » » »

Macht es auf! Das Große Haus im Volkstheater Rostock

Und hier die Hymne zur Rettung des Volkstheaters Rostock: Macht es auf“ WEITERLESEN » » »

Die Langeweile der preußischen Geraden

Ida Schillen

Die Langeweile der preußischen Geraden
Hauptstädtischer Ordnungswahn versus Ökologie und Multi-Kultur

erschienen in ANDERE ZEITEN 1997
http://www.andere-zeiten.de/Archiv/97-2/Schillen.htm

Ende letzten Jahres trieb ihn die verklemmte Sehnsucht nach der Stadt des Königs zu einem großen Plan: dem Masterplan. Der in linkem Gewand daherkommende Berliner SPD-Stadtentwicklungssenator Strieder, der gerade mit der CDU regiert, kann zwar heute nicht mehr König, will aber zumindest Regierender Bürgermeister von Berlin werden. Sein Adjutant und Staatssekretär besorgte ihm die nötigen Haus- und Hofplaner – allesamt männlich und alle aus dem Westen. WEITERLESEN » » »

Elke Wisniewski

Elke Wisniewski – Nachruf und Erinnerung von C. v. L.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 05.05.2008)

„Mit Elke Wisniewski ist eine Stimme verstummt, die sich über Jahrzehnte für die Vollendung des Kulturforums nach Plänen des Philharmonie-Erbauers Hans Scharoun eingesetzt hat. Ihr Mann, der Architekt Edgar Wisniewski, einst Partner von Scharoun, hatte die Staatsbibliothek nach dessen Entwürfen gebaut, auch den Kammermusiksaal und das Musikinstrumentenmuseum. Er hätte auch das von Scharoun skizzierte „Gästehaus“ auf der jetzt öden Fläche zwischen Philharmonie und Nationalgalerie errichten wollen. Wenn Edgar Wisniewski hin und wieder der Kampfeswille verließ, gab ihm seine Frau Auftrieb, schrieb unermüdlich Politiker an, bohrte mit Leidenschaft nach. Nach dem Tod ihres Mannes vor einem Jahr schwand ihre Kraft. Elke Wisniewski ist nun mit 69 Jahren an den Folgen einer langen Krankheit gestorben.

Beide waren das Herz der Scharoun-Gesellschaft, ihr Mann wollte das „Vermächtnis“ des 1972 verstorbenen Architekten erfüllen, das Kulturforum an der Philharmonie zu vollenden. Mit einem terrassierten Gästehaus wollte er dem Kulturforum ein Zentrum schaffen. Elke Wisniewski sah im Senat immer wieder „negative Kräfte“ am Werk, die sich gegen Scharouns Planung stemmten. „Ein Lebenskampf“, sagte sie. Nun ist er auch für sie verloren.“

OB-Wahlkampf 2005 – Sieben Ziele für Rostock

Diese Positionen habe ich im OB-Wahlkampf 2004/5 vertreten und stehe nach wie vor zu ihnen: WEITERLESEN » » »

Sieben Ziele für Rostock 2 Maritime Wirtschaft und Tourismus stärken

Diese Positionen habe ich im OB-Wahlkampf 2004/5 vertreten und stehe nach wie vor zu ihnen:

Mein Ziel ist es, Rostock als Zentrum der maritimen Wirtschaft im Ostseeraum zu stärken. Werften, Überseehafen und Seetourismus sind die tragenden Säulen der maritimen Wirtschaft.

Besondere Potentiale sehe ich in der Schaffung eines gewerblich-maritim-kulturellen Entwicklungsbandes am Ufer der Warnow entlang vom Stadthafen über das Werftdreieck, den Fischereihafen bis nach Warnemünde.
Hier können vor allem auch Förderprogramme der EU eingesetzt werden.
Besondere Akzente kann die Existenzgründer/innen-Initiative des Landes im Bereich der maritimen Wirtschaft und des Tourismus setzen.

Die Ansiedlungspolitik und neue Nutzungen sollen sich daran orientieren, dass die noch vorhandene Industriearchitektur als historisches Dokument und touristische Attraktion bewahrt wird. Das hanseatische Stadtbild und die lebendige historische Innenstadt Rostocks, sanierte Wohngebiete im Nordosten und Nordwesten der Stadt, das Seebad Warnemünde mit dem breiten Strand und eine moderne verkehrliche Infrastruktur sind die Eckpfeiler der touristisch-wirtschaftlichen Entwicklung.

Besonderen Nachholbedarf gibt es in der kulturellen Infrastruktur und der barrierefreien Sanierung der Straßen und Wege. Ein neues Theater und sanierte attraktive Museen sind unverzichtbar, um Rostock als maritim-touristisches Zentrum weiter zu entwickeln.

Sieben Ziele für Rostock 7 Zukunftsfähigkeit der Stadt garantieren

Diese Positionen habe ich im OB-Wahlkampf 2004/5 vertreten und stehe nach wie vor zu ihnen:

Mein Ziel ist es, die Stadt zukunftsfähig zu halten und so zu wirtschaften, dass wir unserer Verantwortung für die jetzige Bevölkerung und die nachfolgenden Generationen gerecht werden. Offenheit und Transparenz sollen für alle Vorgänge im Rathaus gelten. Nachhaltiges solides Wirtschaften ist Richtlinie meiner Stadtpolitik.

Der weitere Ausverkauf der Stadt muss gestoppt werden. Ich möchte das öffentliche Vermögen, Grundstücke und Immobilien, die sich noch im schuldenfreien Besitz der Stadt befinden und die für städtische Aufgaben notwendig sind, für die Zukunft sichern. Die Immobilien der Stadt, – vom Kloster zum Heiligen Kreuz über Kröpeliner Tor, die Schulen, Stadtbibliothek, das Rathaus und bis hin zum Ostseestrand -, sind unveräußerlich! Eine Privatisierung bedeutet, dass die Stadt über Jahrzehnte hohe Mieten zahlen muss, für Gebäude, die ihr jetzt noch schuldenfrei gehören. Die Auslagerung und Privatisierung von sozialen, kulturellen und bildungsbezogenen Aufgaben und Gebäuden führt dazu, dass die Leistungen für die Bewohnerinnen und Bewohner immer teurer werden. Gerade in Zeiten der ökonomischen Krise halte ich es für notwendig, darauf zu achten, dass die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben für alle Menschen, vor allem für diejenigen, die wenig Geld haben, ermöglicht wird.

Besonders im Bereich des Sports ist es von existentieller Bedeutung für die Sporttreibenden und Vereine, dass die städtischen Sportanlagen und Hallen preisgünstig genutzt werden können. Sport ist Gesundheitsprävention. Aus diesem Grund lege ich auch besonderen Wert darauf, die Neptun Schwimmhalle inklusive Freibad zu sanieren. Bereits in diesem Jahr habe ich das preisgünstige Jahresschwimmticket eingeführt und die Schwimmzeiten erweitert.

Zu Sicherung der Angebot möchte ich weitere Einnahme- und Förderquellen aktivieren, die uns zustehen. Dazu gehören die Fördermittel des Landes, Bundes und der EU, aber ebenso die angemessene Beteiligung an den Gewinnen der städtischen Gesellschaften. Großprojekte kommen in Zukunft auf den Prüfstand, bevor sie begonnen werden, damit es kein böses Erwachen gibt.

Es lebt sich gut in Rostock. Der frische Wind der Ostsee ist gut fürs Atmen, für eine klaren Kopf, fürs Segeln, Surfen und Spazieren gehen. Mit kulturellen Highlights, Festivals und Veranstaltungen ziehen wir Gäste von Nah und Fern in die Stadt. Wir haben eine hervorragende städtische Infrastruktur mit S-Bahn, Straßenbahn, Jugend- und Seniorenclubs, mit Sportanlagen, Parks und Ostseestrand, mit Häfen und schönen Straßen und Wegen. In diesem Sinne möchte ich die Stadtentwicklung weiter führen und verbessern. Denn natürlich gibt es immer etwas zu erweitern und zu reparieren. Noch sind nicht alle Straßen ohne Schlaglöcher, die Bürgersteige sind noch nicht alle ausgebessert und barrierefrei, das Radwegenetz lässt noch zu wünschen übrig, die Parks und Gärten brauchen ständige Pflege, die Jugend- und Seniorenclubs bessere Ausstattung usw. Hierfür müssen wir das nötige Geld im städtischen Haushalt einplanen und dürfen uns nicht durch Millionenschulden den Spielraum nehmen, die nötigen kleineren Maßnahmen durchzuführen.